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Mutterliebe & Einsamkeit

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Heute mal wieder ein paar Schnappschuesse:

Das ist der Inhalt eines der „Care-Pakete“ der Mutter meiner Verlobten. Darin schickt sie uns regelmaessig gute Sachen aus der Provinz Tokushima, in der sie wohnt. Und weil’s Japan ist, gibt’s auch immer lecker Reis.

Und das habe ich heute in Shibuya (im Zentrum Tokyos) gesehen:

Das ist eine Werbung fuer einen … aehm … „Ohrensaeuberungsservice“. Ich uebersetze mal (von links oben nach rechts unten):

„Das Gefuehl des beruehrt werdens.“

„Das Gefuehl des gestreichelt werdens.“

„Die ultimative Entspannung.“

„Kopf auf den Schoss legen und sich die Ohren saeubern lassen.“

Es geht hier also um einen Service, bei dem man(n) seinen Kopf auf den Schoss einer in Yukata gekleideten jungen Dame legen und sich die Ohren saeubern lassen kann … … … Mal von der leichten Assoziation mit der Sexindustrie abgesehen …

Der Service bietet ja irgendwie auch menschliche Naehe an. Irgendwie traurig, wenn man so einsam ist, dass man menschliche Naehe kaufen muss. Andererseits sind die „Mamas“ und „Kabaretts“ in Japan dem auch nicht so unaehnlich.

Wort des Tages: 故郷の味 - furusato no aji – der Geschmack der Heimat; Japaner lieben es, Sachen aus einer bestimmten Region zu essen, speziell wenn es das eigene Dorf (Stadt) ist, in dem man aufgewachsen ist. Da sehr viele Japaner aus der Provinz nach Tokyo ziehen (gezogen sind) ist der „Furusato“-Mythos in Japan sehr potent.

Written by hanayagi

Februar 3, 2012 um 11:01 am

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