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Wandern und Schreiben

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Weil ich ziemlich beschaeftigt und auch leicht krank war, habe ich ein paar Tage nicht schreiben koennen. Nun bin ich aber zurueck.

Dienstag war ich beim „Yuki no Kairou walking“ mit meiner Abteilung unterwegs. Das ist eine kleine Veranstaltung um die Eroeffnung der Hochlandstrasse in der Naehe von Kusatsu im Fruehling zu zelebrieren. Als Neuling meiner Abteilung musste ich nicht wirklich arbeiten, sondern konnte einfach mitlaufen und mir das Ganze in Ruhe anschauen. Naja ein paar Photos sollte ich noch knipsen.

Es kamen dann ungefaehr 170 (meist alte) Leute und wir fuhren erst einmal ein Stueck den Berg hinauf. Bei der Berghuette angekommen, bot sich mir dann mal wieder ein tolles Spektakel dar: 体操 (taisou) oder auch Gymnastik. (An dieser Stelle ein kleines Quiz fuer Japanisch-kundige: Was koennte mit 「オナラ体操」 wohl gemeint sein?) Da turnte dann eine Frau vor und alle machten es nach. Also ein bissel mit den Armen wedeln, ein bissel nach links strecken etc..  Eigentlich nicht so aufregend, aber es ist doch ein Brauch den es SO in Deutschland nicht gibt. Ich meine, man stelle sich das mal vor: Eine Rentnergruppe bei einer Butterfahrt macht gemeinsam Gymnastik.

Naja die Landschaft war schon sehr schoen. Ich war in der einzigen Gruppe mit „jungen“ Leuten (also so 30 – 50 jaehrigen Menschen) und es gab auch einen ganz „untypischen“ Japaner, der die ganze Zeit irgendwelchen Bloedsinn anstellte (und natuerlich in mir einen Verbuendeten fand), deshalb war es ganz witzig. Ausserdem habe ich im Laufe des Tages so einige Kleinigkeiten abgestaubt:1/4 Apfel, Apfelsaft, Mochi (eine japanische Suessigkeit), ein Bento, ein paar Bonbons. Schon ganz nett 🙂

Was ich nicht bedacht hatte, ist, dass man, wenn man im Fruehling in Japan ein paar Stunden auf einem 2000 Meter hohen Berg herumsteigt,  auch fuer einen guten Sonnenschutz sorgen sollte. Nunja der heftige Sonnenbrand der mein Gesicht grade entstellt (inklusive Brandblasen!) soll mir eine Lehre sein.

Ein weiteres Aergenis war eine mir entgegenkommende Reisegruppe, deren Mitglieder sich nicht zu schade waren mich mit „halo“ und „hi“ zu gruessen. Ich bin schliesslich ein weisshaeutiger Mensch, also muss ich auch Englisch sprechen. „Halo“ ist uebrigens die japanische Aussprache von „hello“. Japaner lernen Englisch oftmals in Silbenschrift und das kommt dann dabei raus.

Nach der Wanderung bin ich noch alleine zum Kratersee Yugama hochgestiegen. Ziemlich huebsch, oder?

Leider kann ich derzeit meine selbstgeknipsten Photos nicht posten, da meine Handyfirma mir momentan nicht erlaubt Mails zu verschicken und ich (noch) kein Kabel zur Verbindung mit dem PC habe. Naja die Werbephotos von Kusatsu sind ja auch ganz nett.

Zwischendurch war ich uebrigens ziemlich fleissig (ich habe hier auf Arbeit halt schon ’ne Menge Leerlauf) und habe eine kleine Vorstellung Kusatsus online gestellt. Wen’s interessiert, der klicke hier.

Die englische Version folgt uebrigens irgendwann naechste Woche (habe die Uebersetzung eigentlich schon fertig, aber von Freitag bis Dienstag habe ich Urlaub und werde entsprechend keinen Finger ruehren). Die Implementation eines solchen (etwa zehn Computerseiten langen) Artikels in Wikipedia dauert uebrigens so ungefaehr einen Tag. Das Recherchieren / Schreiben hat gut zwei Wochen gedauert, wobei ich das Ganze natuerlich nur nebenbei betreibe. Man glaubt gar nicht wieviel Arbeit so ein Artikel macht.

So das waer’s fuer heute.

Wort des Tages: 日焼け止め hiyakedome – Sonnencreme

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Written by hanayagi

Februar 3, 2012 um 9:10 am

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