japanbeobachtungen

Just another WordPress.com site

Schwimmen auf Japanisch

leave a comment »

Als passionierter Schwimmer bin ich auch in Japan schon in so einigen Schwimmbaedern gewesen. Dazu mal ein paar Beobachtungen.

1) Hygiene: Es gilt Badekappenzwang in ganz Japan, was ich persoenlich als sehr nervig ansehe. Allgemein variiert die Hygiene sehr stark je nach Schwimmbad, da lassen sich finde ich keine allgemeinen Aussagen treffen. In allen (mir bekannten) Schwimmbaedern gibt es eine Art Fussbad durch das man muss, wenn man zum eigentlichen Schwimmbecken moechte. Das Wasser darin ist meist kalt bis lauhwarm. Ich HOFFE, dass das zum Desinfizieren dient, aber man sieht / riecht nichts.

2) Regeln: Japaner lieben Regeln, dieses Eindrucks kann ich mich nicht erwehren. Die meisten Schwimmbaeder haben Schilder mit Aufschriften wie „Langsam, mittel, schnell“-Schwimmer-Bahn in die sich die meisten auch brav einordnen. Ich habe ausserdem noch nie erlebt, dass ein Becken ganz ohne Bahnbegrenzungen ausgekommen waere (was in D. ja schon vorkommt).  Weiterhin wird man manchmal auch schoen per Schild ermahnt, dass man doch bitte im Linksverkehr schwimmen und andere nicht ueberholen soll. Den Vogel schiesst dabei meine Lieblingsschwimmhalle in Tokyo Sendagaya (oder wars Setagaya? Vergess das immer ><) ab. Die Engrisch-Uebersetzung von „nicht ueberholen“ kann wirklich kein Mensch verstehen, einfach genial.

In einigen Schwimmhallen gibt es auch die Bestimmung, dass alle Gaeste einmal die Stunde 5 Minuten Pause machen muessen, ob sie wollen oder nicht. Sehr nervig das.

Regeln sind toll 🙂

Sonstiges: Japanische Schwimmbecken sind fast immer extrem flach. Ausnahmen bilden Wettkampfbecken wie meine eben erwaehnte Lieblingsschwimmhalle oder die Schwimmhalle in der Naehe von Makuharihongou (Chiba-ken). So ungefaehr 1,20 – 1,30
Meter sind normal.  Japaner finden es uebrigens auch toll im Wasser einfach nur zu gehen, was bei 1,20 Meter Wassertiefe ja auch wunderbar geht *leicht Augenverdreh* Brust wird in Japan uebrigens fast ueberhaupt nicht geschwommen, was vermutlich gut ist, da Kraul die effektivere Art zu Schwimmen ist.

Die allermeisten Japaner machen vor dem eigentlichen Schwimmen noch ein wenig Gymnastik (Siehe unten „taisou“), was glaube ich nicht verkehrt ist. Fiel mir nur auf.

Toll ist auch die Bademode der Japanerinnen, die fast immer einen Vollkoerper-Badeanzug tragen um ja keine Haut zu zeigen. Meine Freundin (Japanerin) meint auch, dass sie ihren in Deutschland gekauften Bikini in Japans Schwimmhallen nicht tragen wuerde (koenne?). Sie wuerde damit aber auch wirklich auffallen.  Jaja das pruede Japan.

Meine jetzige Schwimmhalle ist uebrigens toll. Ausser mir ist oft kein Mensch da und das Becken gehoert mir ganz allein. Die Bademeister haben dementsprechend auch nicht wirklich ein Interesse daran, was im Becken geschieht (naja ein Erwachsener ertrinkt bei 1,20 Wassertiefe wohl auch kaum ^^) und manchmal habe ich einen echten Privatpool.

Landleben yay!

Wort des Tages: 水泳する (suiei suru) 泳ぐ (oyogu) schwimmen

Advertisements

Written by hanayagi

Februar 3, 2012 um 9:15 am

Veröffentlicht in Japan - Seltsam und Interessant

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: