japanbeobachtungen

Just another WordPress.com site

Tokyoter Wochenenden

leave a comment »

Diese Woche wollten wir gerne Geld sparen und haben (nicht nur) deshalb beschlossen mal ein Filmwochenende zu veranstalten.

Filmliste:

Rashômon (Freundin: Top, Ich: so lala)

Spawn (Freundin: Bah, Ich: bin wohl langsam zu alt fuer so etwas)

Mad Max I (Freundin: Bah (sie hasst Vergewaltigungen in Filmen), Ich: so lala)

Bin Jip (Freundin: Bah, Ich: Top)

When Harry met Sally (Freundin: Top, Ich: Top (vor allem die Szene in der Meg Ryan einen Orgasmus vortaeuscht *g*))

Kaidan (oder auch Kwaidan) (Freundin: Gut, Ich: Gut (aber vor Kurzem schon mal gesehen))

Alle Filme im Original ohne Untertitel, was bei Bin Jip ein bissel problematisch war, da keiner von uns beiden Koreanisch spricht. Naja bei dem Film wird ohnehin nicht allzuviel geredet. Bei Rashômon hatte ich ein bisschen mit dem Japanisch zu kaempfen (sehr schnell, alte Formen ….), aber dazu hat man ja seine Freundin.

Nur Couchpotato war dann aber doch nicht ganz das Wahre und so haben wir uns Samstag Mittag zum essen einladen lassen. Da ich immer noch nach einem guten deutschen Restaurant suchte, haben wir uns diesmal das „Keitel“ in Shinjuku ausgesucht. Der Besitzer ist ein ehemaliger Starkoch, der schon die Kueche des Hilton in Tokyo geleitet und etliche Preise (Weltmeisterschaftstitel …) eingeheimst hat.

Das Restaurant selbst ist allerdings keineswegs elitaer. „Urig“ trifft die Atmosphaere wohl am ehesten. Auf etwa 25 m2 gibt es allerhand zu bestaunen: Es gibt Medaillen und Orden (des Eigentuemers), deutsche (Sinn)Sprueche, massenweise leere Alkoholflaschen (sehen gut aus), deutsch anmutendes, japanisches Porzellan, Waldhoerner ….

Am interessantesten ist jedoch die Fotowand: Rikidouzan, ein Yokozuna (fragt mich nicht welcher), der ehemalige franzoesische Praesident Jacques Chirac, Mifune Toshiro, Helmut Kohl in jungen Jahren und viele andere Personen der Zeitgeschichte lassen sich dort finden.

Das Essen war natuerlich sehr gut und ich habe wirklich nichts auszusetzen. Besser geht deutsches Essen in Japan glaube ich nicht. Das einzige Problem war die Menge: Wir haben Herrn Keitel das Menue ueberlassen und er hat es, finde ich, ein wenig uebertrieben. Wie gesagt alles lecker … aber doch arg viel.

Herr Keitel war auch sichtlich bemueht sich um uns zu kuemmern und hat mit dem Vater meiner Freundin fleissig gebechert. Mein Einwand, dass doch Mittag waere, verhallte unbeachtet im Raum. Dazu hat er noch Anekdoten aus seinem Leben gegeben und Alte-Maenner Witze gerissen. Er hatte auch ein bissel eine „ich weiss es besser“ Attituede mir gegenueber, aber die sei dem Mann gegoennt, zumal ich davon ausgehe, dass er nach 39 Jahren in Japan tatsaechlich einiges besser weiss als ich.  Sonst ein perfektes Mittagessen.

Preis war mit 22000 Yen fuer drei Personen allerdings ziemlich heftig … naja wir mussten es ja nicht bezahlen. Man kann, wenn man sich nicht so ein Gelage goennt, wie wir es getan haben, natuerlich auch billiger essen.

Jap, kein so spannendes Wochenende. Aber garnichts tun ist ja auch mal nett.

Wort des Tages: 食いしん坊 - kuishinbou -Freßsack (das japanische Wort ist eher nicht so negativ konnotiert wie sein deutsches Pendant)

Advertisements

Written by hanayagi

Februar 3, 2012 um 9:31 am

Veröffentlicht in Japan - Privat, Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: