japanbeobachtungen

Just another WordPress.com site

Weihnachten? Naja, sowas aehnliches. Und Fischkoepfe.

leave a comment »

Ich habe beim letzten Eintrag ja schon erwaehnt, dass Weihnachten in Japan ein bisschen „anders“ funktioniert. In unserem oertlichen „Don Quixote“, einer Art Kaufhaus fuer die Unterschicht, habe ich dann auch fantastische Weihnachtsmannkostueme (man muss sie wohl so nennen …) gefunden. Uebrigens, verkuerzt sagt der Japaner „donki“ … das entsprechende Jingle geht auch „Don, Don, Don, Don – ki, Don Ki-ho-te“.

So nun zu den Fotos:

Ein ganzes Regal voller Weihnachtsfraukostueme – mit kurzen Roecken versteht sich.

Das perfekte Outfit fuer die Weihnachtsparty in Shibuya … „Party shiyôyo!“ (lass uns feiern)

Und hier gibt’s nun die passende Frisur fuer unser Shibuya-Partygirl noch dazu.

Ich glaube, die Japaner, die mich beobachteten, wie ich diese Fotos machte, fanden das mal wieder typisch „komischer Auslaender“.

Und auf Wunsch meiner Freundin gibt es hier jetzt noch ein paar tote Fische:

Mit Kopf.

Ohne Kopf.

Eins, zwei …. viele Fischkoepfe.

Diese suessen kleinen Viecher nennt man „Niboshi“ (煮干). Geschrieben wird das Wort mit den Kanji fuer „kochen“ und „aufhaengen, trocknen“. Ich vermute mal, damit ist dann auch schon geklaert, wie die Dinger hergestellt werden. Man benutzt sie in der japanischen Kueche fuer alles Moegliche, z.B. als Beilage zum Knabbern oder als Zutat von allerlei Gerichten. Meine Freundin hat sie fuer „Miso-shiru“ (味噌汁) benutzt, vielleicht DAS japanische Nationalgericht. Es ist eine dezent salzig-sauer schmeckende Suppe mit den Bestandteilen „miso“ (ist so ne Art Sojabohnenpampe), Wasser, Tôfu (nicht immer) und irgendetwas „Lauch“-maessiges. Manchmal tut man fuer den Geschmack noch Krabben, verschiedene Rueben oder eben Niboshi hinzu. Viele Leute sind uebrigens zu faul die Koepfe der Fische abzuschneiden, ohne schmeckt es aber besser, hat meine Freundin mir erklaert.

Uebrigens, ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Deutsche (mich eingeschlossen) anfangs Miso-suppe nicht moegen. Nach einer Weile gewoehnt man sich aber daran. Ich verzehre Miso-suppe mittlerweile freiwillig (im Gegensatz zu widerlichem Mugi-cha).

Wort des Tages: 魚 - sakana – Fisch

Written by hanayagi

Februar 3, 2012 um 10:35 am

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: