japanbeobachtungen

Just another WordPress.com site

Mal wieder ein paar Fotos

with 3 comments

In der langen Zeit in der der Blog inaktiv war, haben sich so einige Fotos angesammelt, die ich hier nach und nach mal posten werde.

Zuerst ein paar Bilder aus Tokyos Zügen:

„Freunde finden wie Luffy“ (frei übersetzt).  Jahaa, denn Manga sind ja sooo realistisch 🙂

Und wo wir schon bei Realitätsferne sind: „Wir möchten unsere Natur wiederaufleben lassen. Wir möchten Vertrauen zurückgewinnen.“ Diese Anzeige wurde im Großraum Tokyo Januar 2012 von der Präfektur Fukushima geschaltet. Ich kann verstehen, dass man gerne Agrarprodukte und speziell Reis verkaufen möchte, zumal Fukushima relativ viel Reis produziert(e). Was mich an diesem Plakat stört ist zuerst einmal, das es so klingt, als ob es hier nur um eine Frage des Vertrauens geht, wie zum Beispiel damals beim „Snowwhite“-Milchskandal oder letztens mit vergifteten Gyoza. Aber hier geht es eben nicht um einen kleinen Lebensmittelskandal, sondern um einen GAU. Und ich finde auch das Timing sehr schlecht (es ist nicht einmal ein Jahr her seit die Reaktoren ihren Meltdown hatten). Dann die Wahl der Motive die aussehen, als ob es sich hier um ein beliebiges Touristenprospekt handelt.

Diese Anzeige habe ich letztens in der Tokyo Shimbun gefunden. Die Puppen sind identisch bis auf die Kleidung/Frisur/Namen. Ich fand das Gendering einfach interessant.

Eine Werbung für einen Zahnarzt, der Zahnbegradigungen anbietet. „Für alle, die gern internationale Menschen sein möchten.“ International wird (nicht nur) in Japan oft mit „hip, modern, cool“ gleichgesetzt und was könnte „internationaler“ sein als gerade Zähne? Interessant, weil es in Japan auch die Gegenströmung der „Yaeba“ gab bzw. gibt.

Letztens war ich zufällig auf dem Campus der Sophia Universität in Yotsuya und habe dieses Schild entdeckt. Es geht darum, dass „Personen, die nicht zur Universität gehören, Missionierungsarbeit für Kult(e) auf dem Campusgelände durchführen“ und dass das nicht erwünscht ist. Dazu muss man erwähnen, dass die Sophia eine katholische Universität ist. Mich würde mal interessieren welcher „Kult“ dort missioniert. Souka Gakkai vielleicht? Oder die Zeugen Yehovas? Oder? Interessant auch, dass das englische Lehnwort „Kult“ benutzt wird, obwohl es japanische Entsprechungen gibt. Angestellte auf dem Campus wollten mir übrigens nicht verraten welcher „Kult“ es denn nun ist.

Ach ja, Herr Jobs ist gestorben, was man beim Apple Store in der Ginza nicht übersehen konnte.

Zuletzt noch ein paar Eindrücke von einem Besuch bei Disney Sea im Sommer 2011.

Wenn ich so etwas sehe … könnt ich … Sagen wir mal, ich bin kein Disney Fan. 🙂

Die Show war immerhin professionell und ganz nett. Natürlich sehr flach. Die Botschaft, soweit ich sie in dem ganzen Lärm um mich herum verstehen konnte, war: Die Geister der Natur retten die Welt vor den bösen und gierigen Menschen.

So, zuguterletzt  möchte ich euch nicht vorenthalten, was meine Frau heute Morgen zu mir sagte:

„Ich freue mich schon so darauf heute Abend Tintenfisch-Innereien zu essen.“ Ich würde fast wetten, dass es keine einzige deutsche Hausfrau gibt, die diesen Satz je geäußert hätte. 🙂

Wort des Tages: イカの内臓  – ika no naizou – Innereien des Tintenfischs

Advertisements

Written by hanayagi

Februar 8, 2012 um 6:17 am

3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. イカの内臓  – ika no naizou – Innereien des Tintenfischs

    nein, das könnte ich nicht sagen, daß ich mich in D darauf freue. Innereien gibt es einfach nicht. Auch mit meinem Wunsch, Innereien vom Rind essen zu wollen, stoße ich hier auf Unverständnis. Nur in schwäbischen Landgasthöfen soll es noch Kutteln geben.

    Danke für die Fotos. Die Zahnspangengeschichte fand ich interessant. Stimmt schon, das korrigierte Einheitsgebiß sieht oft aus wie aus dem Supermarkt.

    Guten Appetit wünscht Ihnen und Ihrer Frau

    秋子

    秋子

    Februar 8, 2012 at 6:51 pm

  2. Hehe, wir hatten gestern beide leichte Bauchschmerzen, sind uns aber nicht sicher , ob es an den Tintenfisch-Innereien lag 😉

    Hanayagi

    Februar 9, 2012 at 7:01 am

  3. @Akiko: Innereien wirst du außerhalb Süddeutschlands nur schwer finden. In Bayern gibt’s zwar Saure Lunge, Milzwurst oder Leber recht oft, so Sachen wie Kutteln, Kalbsbries oder Kronfleisch muss man suchen. Hab‘ vor einigen Monaten bei einem Metzger Nierenschaschlik gesehen, igitt 😉

    Hans Zillermann

    Februar 12, 2012 at 11:56 am


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: