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Mal wieder ein paar Bilder, Folge 254

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Heute gibt es mal wieder ein paar Bilder aus Tokyo.

Ja, auf dem Schild steht „Fahrraeder abstellen verboten“.

In Japan gibt es zwar keine Stadt namens Schilda, aber auch in Japan gibt es Schildbuergerstreiche. Die ganze Sache lief so: Es gibt am Bahnhof Chofu mindestens fuenf Fahrradparkplaetze, die allerdings beinahe immer voellig ueberfuellt sind. Speziell die beiden Parkplaetze, die dem Bahnhof am naechsten sind. Der Parkplatz, den ich bis vor ein paar Monaten immer benutzt habe, war eigentlich immer voellig ueberfuellt und Fahrraeder blockierten auch oft die Gaenge. Das war laestig, aber – und das ist entscheidend – es funktionierte und ich konnte immer irgendwo einen Platz finden. Vor ein paar Monaten nun wurde der Parkplatz umgebaut und jetzt gibt es nur noch drei Eingaenge (vorher gut ein Dutzend) und diese werden ausserdem von drei alten Herren kontrolliert. Was daran besonders toll ist, ist die Tatsache das jetzt schaetzungsweise 200 Fahrraeder weniger auf den Parkplatz passen und wo stehen diese Fahrraeder jetzt? Genau vor den „Parken verboten“ Schildern am Bahnhof. Ich rekapituliere noch einmal: Die Stadt gibt Geld fuer den Umbau und das Gehalt der alten Maenner aus um WENIGER Parkplaetze und mehr wildes Parken zu bekommen. Ganz toll! Naja wenigstens ist der urspruengliche Parkplatz jetzt immer schoen ordentlich. Ich stehe jetzt immer fuenf MInuten frueher auf und benutze einen weiter entfernten Parkplatz.

Diese „gute Manieren“ Plakate duerften vielen Japaninteressierten mittlerweile bekannt sein. Hier geht es darum, was man alles nicht am Bahnsteig machen soll (Alkohol, sich von Mails, Musik oder Spielen ablenken lassen).

Man beachte, dass die einzige weibliche Figur fuer den „keine Mails“ Teil benutzt wird und gerade ganz verliebt ist. Und bekanntlich sind nur Frauen verliebt und deshalb muss da natuerlich eine Frau hin. Just sayin‘

Ja, in Shibuya gibt es manchmal Demos. Habe auch schon eine Anti-Atom Demo gesehen, hatte aber leider keine Kamera dabei. Diese Demo hier verlangt nach Freiheit fuer Tibet (was in Japan von nationalistischen Kreisen unterstuetzt wird um China eins auszuwischen)

Lecker frischer Thunfisch.

Frau wollte unbedingt schauen, wie der Fisch geschnitten wird. (Nicht, dass es mich weiter gestoert haette.)

Teile des frisch geschnittenen Fischs konnte man dann auch gewinnen. Und weil wir in Japan sind, wurde der Gewinner durch „Schere, Stein, Papier“ ermittelt. In Japan sagt man dazu „JanKenPon“ bzw. „JanKen“. Das Spiel ist in Japan dermassen beliebt, das es mich nicht wundern wuerde, wenn die Japaner den Ausstieg aus der Atomenergie dadurch entscheiden wuerden. (Ich sehe schon Herrn Noda und einen prominenten Anti-Atom-Aktivisten im EPIC JANKEN SHOWDOWN.)

Lecker Walfleisch. Gefunden in Shibuya.

Fast alles Gerichte aus rohem Walfleisch. Gar nicht mal so teuer (100 Yen= etwa 1 Euro). Aber in Japan werden Wale bekanntlich nur zu Forschungszwecken gefangen.

Wort des Tages: 鯨 – kujira – Wal(fleisch)

Written by hanayagi

Februar 20, 2012 um 7:31 am

Veröffentlicht in Japan - Seltsam und Interessant

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Eine Antwort

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  1. AHAHAH!
    Jankenpon zur Entscheidung ob Atomausstieg oder nicht?
    Da koenntest du Recht haben! Hahaha! (Eigentlich sollte ich lieber weinen..)

    anjifrosch

    Februar 22, 2012 at 12:26 am


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