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Repost: Lori’s kleiner Kyoto Reisefuehrer

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So, da ich letztens mal wieder in Kyoto war … zum sechsten Mal oder so, dachte ich mir, ich schreibe mal ein paar Empfehlungen zur Stadt. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit, dazu gibt es einfach zu viel zu sehen in Kyoto.

Drei Anmerkungen vorweg:

1) Kyoto sollte man im Fruehling (Ende Maerz / April) oder im Herbst (Ende September / Oktober) besuchen um die Kirschbluete / die spektakulaere Faerbung des Herbstlaubs erleben zu koennen. Generell ist es keine so gute Idee, im Sommer nach Japan zu kommen – einfach zu heiss hier.

2) Tempel und Schreinbezeichnungen, soweit mir bekannt:

-ji, -tera, -dera (buddhistischer) Tempel

-in Untertempel (meist mehrere in einem einzigen -ji)

-jinja  (shintoistischer) Schrein

-taisha Grossschrein

-jinguu Schrein-palast, mit dem Kaiserhaus verbunden

3) Niemals die ~500 Yen Eintritt fuer einen der Tempel und Gaerten sparen. Es lohnt sich fast immer.

Erst einmal die “must-see”-Attraktionen, die in jedem Reisefuehrer stehen duerften:

– Nijou-jou (二条城)

Das Schloss Nijou-jou wurde vom legendaeren Tokugawa Ieyasu (der “Einiger” Japans) erbaut und war Kyoto-Residenz der Familie Tokugawa. Heute kann man es in grossen Teilen (auch innen!) besichtigen. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

– Kiyomizu-dera (清水寺)

Eine der Hauptattraktionen Kyotos. Es gibt dort immer Unmengen von Touristen und natuerlich auch eine ganze Einkaufsstrasse mit Souvenirs. Man kann hier heiliges Wasser trinken (daher auch der Name “reines-Wasser-Tempel), sich in einer dunklen Hoehle auf eine spirituelle Reise begeben und beeindruckende Holzarchitektur begutachten.

– Kinkaku-ji (金閣寺)

Der “Tempel-des-goldenen-Turms” macht seinem Namen alle Ehre und die Haupthalle, zusammen mit dem wunderschoenen Garten ist einfach fantastisch.Er wurde von Shogun Ashikaga Yoshimitsuerrichtet. Massenweise Touristen, natuerlich.

– Ginkaku-ji (銀閣寺)

Noch ein ganz wunderschoener Tempel und Garten. Ebenfalls sehr viele Touristen.

 – Fushimi-inari-taisha (伏見稲荷大社)

Der beruehmte Fuchs-Schrein mit seinen vielen “Torii“. Torii sind uebrigens meist Spenden von reichen Goennern, die sich bei dem Fuchsgott (Inari) fuer das Wohlergehen ihres Geschaefts bedanken.

– Gion (祇園)

Der beruehmte “Geisha” und “Einkaufs”-Bezirk von Kyoto. Hier findet man noch Geisha (Geiko) und Teehaeuser. Der Yasaka-Schrein ist auch interessant, zumal dort, soweit ich weiss, immer Staende mit japanischem Imbiss-Zeugs stehen.

– Heian-jinguu (平安神宮)

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal dort. Einfach wunderschoen. Vor allem natuerlich zur Kirschbluete.

In der Naehe / am Rand der Stadt:

 – Arashiyama-Gebiet (Tenryuu-ji (天竜寺), Togetsu-kyou (渡月橋))

Ein bisschen ausserhalb, aber immer noch bequem per Bahn zu erreichen (20 Minuten etwa). Hier kann man Boot fahren und Bergsteigen. (Naja ein bissel ..)

– Hozukawa (保津川)

Den Fluss Hozukawa kann man mit Booten befahren und eine wildromantische Landschaft geniessen. Dazu muss man mit dem Zug ein paar Stationen aus der Stadt herausfahren – auf dem Rueckweg geht’s dann nach Arashiyama.

– Nara (奈良) -> (Toudai-ji (東大寺), Gojuu no Tou (五重塔) / Koufuku-ji (興福寺), Kasuga-taisha (春日大社)…)

Die alte Kaiserstadt Nara ist immer einen Ausflug wert (und eigentlich auch einen eigenen Eintrag).  Sie war 710 – 794 japanische Hauptstadt und zwang mit ihren maechtigen Kloestern den Kaiser dazu nach Kyoto umzuziehen. Heute gibt es noch immer massenweise Ueberbleibsel aus der Fruehzeit des japanischen Buddhismus. Im Toudai-ji stehen Waechterfiguren aus dem altindischen Glaubenskosmos. Im Koufuku-ji (bis 2015 Restauration) steht eine beruehmte “Ashura”-Figur (indischer Halb-Gott (?)). Der “Gojuu no Tou” ist die Kopie einer indischen Stupa.

Toudai-ji

Eines der beruehmten Rehe. Die Viecher haben mich in den Hintern und den Bauch gebissen … weil ich Futter in der Hand hatte ^^

Der Tempel selbst. Der groesste Tempel Japans, soweit ich weiss. Wirklich beeindruckend.

Koufuku-ji, Gojuu no Tou

Kasuga-taisha

Viele Laternen gab’s da.

Dann noch ein paar weitere Tipps, die nicht in jedem Reisefuehrer stehen, aber dennoch (zumindest in Japan) sehr beruehmt sind:

– Kita no Tenmangu (北の天満宮)

Mein absoluter Lieblingsschrein in Kyoto. Hier gibt es ueberall Kuhstatuen, deren Kopf man reiben muss, um klug zu werden oder Schmerzen zu lindern. Hier wird der beruehmte Sugawara no Michizane als Schutzgottheit der Bildung / des Wissens verehrt.

Dem Vorgaenger dieser Kuh haben irgendwelche Rabauken den Kopf abgeschlagen, wie mir eine Anwohnerin erbost berichtete. Aber eine Neue wurde schnell gespendet. :)

– Sennyuu-ji (泉涌寺)

Hier war ich sehr frueh am Morgen meines ersten Tages in Kyoto (dieses Jahr), da zu der Zeit noch kein Geschaeft geoeffnet hatte (nicht einmal McDoof!). Auch wieder ein schoener Tempel. Toll auch die Kirschbluete (wie ueberall sonst auch ^^). Da ich so frueh dort war, lief dort noch kein einziger Tourist herum. Sehr schoen.

– Myoushin-ji (妙心寺)

Sehr beruehmt fuer die Deckenbemalung in der Haupthalle (Fotos waren nicht erlaubt). Hat ausserdem einen wunderschoenen Garten in einem der “-in” genannten “Unter-”tempel (Name ist mir entfallen).

– Daitoku-ji (大徳寺) -> (Koutou-in, 高桐院)

Viele schoene Tempel und Gaerten hier. Relativ wenig Touristen. Im Herbst soll der Koutou-in besonders schoen sein (ist vermerkt ^^).

Garten des Koutou-in

– Shimogamo-jinja (下鴨神社)

Tempel am Kamo-Fluss hier kann man auch eines der “7-seltsamen-Dinge” Kyotos besichtigen (es ist ein Stein ^^).

Der heilige Stein! (Wieso denke ich jetzt nur an Monty Python ^^)

Wort des Tages: 神社めぐり / 神社巡り - jinja-meguri – Schrein Rundgang / Rundfahrt

Written by hanayagi

April 25, 2012 um 1:04 am

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